Doris aus Hannover schrieb im Februar 2008:
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Hallo, liebe Sabrina, nachdem ich einmal ganz in Ruhe Deine Homepage angesehen und Deinen eigenen Werdegang eingehend nachgelesen habe, sehe ich doch viele Parallelen bis auf die Tatsache, dass Du eine wundervolle Frau hast, die Dich auf bewundernswerte Weise bei allem begleitet. Ich kann mir gut vorstellen, dass Dich manche von „uns“ (TV, TG oder wie auch immer…) sicher ein bisschen beneidet. „Beneiden“ werde ich Dich nicht, eher werde ich mich vor Deiner Frau verneigen, die eigentlich genau das tut, was sicher nur sehr wenige Partnerinnen oder Ehefrauen in so einer Art können und für alle „Betroffenen“ immer ein heimlicher, jedoch unerfüllter Wunsch bleiben wird. Durch Dich habe ich endlich den Mut gefunden, nach Jahren im stillen Kämmerlein und erst vor kurzer Zeit ein paar Ausflügen allein endlich auch den Weg zu dem Stammtisch zu finden. Und ich muß sagen, dass ich diesen Schritt nicht bereue, da ich erlebt habe, dass ich einfach sofort nett aufgenommen wurde. Natürlich war ich vorher reichlich aufgeregt, als ich vor Ort angekommen und dann aus dem Auto ausgestiegen bin, um in das Lokal zu gehen. Aber da ich vorher schon verschiedentlich bei meinen Ausflügen nach Celle, nach Bremen und Hamburg – leider immer nur allein – bemerkt hatte, dass ich mir eigentlich keine Gedanken machen muss, weil mich da auch ganz offensichtlich niemand als Mann in Frauenkleidung pp. „bestaunt“ hatte, habe ich nach dem Eintreten nicht einmal Herzklopfen verspürt. Danke, dass Du mich auch gleich erkannt und begrüßt hattest. Alle anderen waren mir ja noch gänzlich unbekannt. Ich hatte ja auch ziemlich schnell erste Gesprächskontakte mit Mariella, mit Polly und anderen. Und ich denke, dass ich mich nach und nach auch mit den übrigen Teilnehmerinnen etwas anfreunden werde. Ich kann für mich sagen, dass ich lange gebraucht habe, ehe ich mich selbst akzeptiert habe und mit meinem „zweiten Ich“ zu leben gelernt hatte. Mir ging es ja genauso, wie es den meisten in ähnlicher Weise erging, dass ich lange Zeit in einem ewigen Zwiespalt war, ob und wie ich mich damit zurechtfinden könnte. Ich habe auch noch nach Jahren des Lesens in den diversen „Fachbüchern“ immer insgeheim gehofft, mich davon zu lösen zu können und mich – natürlich vergeblich – an diverse Therapeuten gewendet. Frag mich nicht, was ich von den sogenannten „Therapeuten“ halte. Wenn ich dann Deine Homepage sehe mit den gemeinsamen Ausflügen mit Angie, Deiner Frau oder dem Stammtischkreis, merke ich ja erst, was ich bisher versäumt habe. Aber das wird sich ja vermutlich jetzt etwas bessern, da ich davon ausgehe, künftig regelmäßig zu den Treffen zu kommen. So, liebe Sabrina, nun ist es ungewollt doch ein ziemlich ausführlicher Brief geworden, der mir aber am Herzen lag, weil ich durch Dich und das leider vertagte Treffen überhaupt erst die „Kurve bekommen“ habe. |